Verpflichtende Elternberatung gem. § 95 Abs. 1a AußStrG

Seit der letzten Kindschaftsrechtsreform (2013) gibt es vor der einvernehmlichen Scheidung eine verpflichtende Beratung, wenn minderjährige Kinder mitbetroffen sind. Es ist die Aufgabe der Beraterin, nach bestimmten psychosozialen und rechtlichen Richtlinien zu informieren und zu klären, ob und wie sich die Eltern hinkünftig gegenseitig unterstützen können.

Eltern sollen erfahren, wie es Kindern altertypsich in Scheidungssituationen gehen kann und was sie von ihren Eltern brauchen, um die Trennung gut zu bewältigen. Zugleich werden die Eltern als Expert/inn/en für ihre eigenen Kinder verstanden und Ihre konkreten Vorstellungen eines zukünftigen Zusammenwirkens geklärt.  In einem – zumindest einstündigen – Termin bekommt das Elternpaar Informationen über

  • Reaktionen von Kindern/Jugendlichen, deren Eltern sich trennen
  • wichtige alterstypische Bedürfnisse
  • rechtliche Kriterien zur Wahrung des Kindeswohls
  • Klärung von Verantwortlichkeiten im Alltag und in Ausnahmesituationen
  • Wohlverhaltensgebot

Sie erhalten eine Bestätigung über die Teilnahme an der Beratung, die Sie dem Gericht vorlegen müssen. Falls erforderlich kann die Beratung auch im Einzelsetting in Anspruch genommen werden.

Liste der ankannten Beratungseinrichtungen: www.trennungundscheidung.at